Zum 100-jährigen Bestehen der SAC-Sektion Kamor wurde ein Gipfelkreuz gestellt

Die Mitglieder des SAC Kamor trafen sich auf dem Gipfel ihres namengebenden Berges. Dort wurde bei bestem Wetter feierlich ein Gipfelkreuz aufgestellt, bevor die Festivitäten zur 100-Jahr-Feier auf der Inneralp weiter gingen.

Rund 50 Personen jeglichen Alters nahmen am Samstag den Weg zum Gipfel des Kamor unterhalb des Hohen Kastens unter die Füsse oder die Räder. Grund war das 100-jährige Bestehen der Sektion Kamor des Schweizerischen Alpenclubs. Nach der erfolgreichen Besteigung von 100 Gipfeln durch die Mitglieder an einem Wochenende Anfang Juli sollte nun der krönende Abschluss des Festjahres folgen.


Richtungweisend


Auf dem Gipfel angekommen, wurde in einer gut vorbereiteten Aktion ein drei Meter hohes massives Gipfelkreuz aus Lärchenholz aufgestellt. Nach einigen Montageschwierigkeiten konnte im Anschluss in einem feierlichen Gottesdienst durch Pfarrer Mannhart das Kreuz eingesegnet werden. Es solle richtungweisend ins Rheintal zeigen und zum Nachdenken an eine höhere Macht anregen, so Mannhart. In einer stillen Minute wurde an den Sinn des Kreuzes auf einem Gipfel, nah dem Himmel, gedacht. Bei einem Glas Wein pflegte man auch das leibliche Wohl und liess Kollegenschaften und Bergerlebnisse aufleben.


Früher in Hemd und Krawatte


Nach dem gemeinsamen Abstieg zur Inneralp ob dem Montlinger Schwamm, wo weitere Mitglieder zur Gruppe stiessen, folgten verschiedene Ansprachen. Vizepräsident Thomas Brassel schaute in seiner Rede auf die vergangenen Jahre zurück. «Damals traf man sich mit Hemd und Krawatte zur sonntäglichen Bergtour», so Brassel, «und selbstverständlich war dieses Vergnügen nur dem männlichen Teil des unteren Rheintals vergönnt.» Dieser Umstand änderte sich glücklicherweise, und heute zählt die Sektion Kamor darum rund 350 mehr oder
weniger aktive Mitglieder. Brassel zählte auch einige bergsteigerische Vereinshöhepunkte wie die Besteigung des Shisha Pangma in Tibet, Bergsteigerreisen nach Südamerika oder in den Kaukasus, aber auch Tourenwochen in den Alpen auf.
Grussworte richteten danach der Rüthner Gemeindepräsident Thomas Ammann sowie eine Delegation der Nachbarsektion Rhein an die versammelte Festgemeinde. Die versammelten 80 Personen begaben sich im Anschluss in den festlich geschmückten Stall der Inneralp zum Essen. Bei Beinschinken und Kartoffelsalat, einem guten Glas Wein und Hackbrettmusik von Töbi Tobler liess man den Abend ausklingen.

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